Was, wenn die Impfung versagt

Wie bei allen anderen Medikamenten auch, kann eine Impfung nicht die gewünschte Wirkung erzielen. Oftmals ist aber nicht der Impfstoff selbst das Problem, sondern der Organismus, der mit diesem Impfstoff in Kontakt gebracht wird.

Der Normalfall

Wenn ein Mensch geimpft wird, dann wird durch diesen Kontakt das Immunsystem aktiv. Es bildet selbständig Antikörper gegen die modifizierten Erreger aus und tötet diese ab. In diesem Zusammenhang werden Gedächtniszellen gebildet, die sich den Vorgang der Infektion und die Hauptmerkmale des Erregers merken können. Für zukünftige Infektionen kann der Körper nun selbständig gegen diesen vorgehen.

Der Impfversager

Abhängig von der Impfung und vor allem von dem Menschen, der die Impfung bekommt, kann es vorkommen, dass ein Geimpfter nicht auf diese Impfung reagiert. Dies macht sich meist schon nach der Immunisierung bemerkbar. Zunächst leiden die Patienten nicht unter der leichten Abgeschlagenheit, die auftritt, wenn das Immunsystem aktiv wird. Auch die Punktionsstelle ist kaum angeschwollen und verursacht keine Probleme.

Einen tatsächlichen Nachweis erhalten die Betroffenen aber erst durch eine zufällige Blutkontrolle. Häufig kommt es zu der Entdeckung des Impfversagens, wenn eine betriebliche Untersuchung ansteht. Hierbei wird das Blut obligatorisch auf Infektionen und Antikörper untersucht, die bei einer erfolgten Impfung nachweisbar sein müssten. Nur Impfung, die bereits zu lang her sind, können noch diese Ergebnisse liefern.

In diesen Fällen kommt es zu einer Auffrischung der Impfung und einer erneuten Kontrolle nach ein paar Wochen. Sind die Titer-Werte dann wieder unter dem Niveau, spricht man von einem Impfversager. Auffällig oft kommt dies bei der Impfung gegen Hepatitis B vor. Aber auch die Impfung gegen FSME ist stark davon betroffen.

Ursachen

Bislang sind die meisten Forschungen furchtlos verlaufen und auch die Ursache des Impfversagens kann nicht genau benannt werden. Es ist nur erwiesen, dass diese Anomalie vererbt werden kann. In den meisten Fällen wird eine Generation übersprungen. So dass oftmals die Enkel durch die Gene der Großeltern mit dieser Erscheinung leben müssen.

Weiterhin ist erwiesen, dass das Immunsystem auch mit dem zunehmenden Alter eines Menschen an Qualität nachlässt. Die Gedächtnisbildung in Bezug auf die Immunisierung kann hier nur anhaltend sein, wenn der Kontakt mit dem Erreger in regelmäßigen Abständen stattfindet.

Maßnahmen

Da aktuell noch Forschungen betrieben werden, die die genauen Ursachen des Impfversagens benennen sollen, können konkrete Maßnahmen erst nach diesen Ergebnissen eingeleitet werden. Aktuell werden Impfversager häufiger mit dem Erreger immunisiert, dass die Gedächtnisbildung stimuliert wird.

Zukünftig sollen aber auch die Impfstoffe und die Impfabstände auf dieses Phänomen angepasst werden, dass der Schutz der Gemeinschaft gesichert werden kann. Betroffene wissen nur in wenigen Prozent der Fälle, dass sie von diesem Problem betroffen sind, da es sich um Erkrankungen handelt, die generell nur sehr selten auftreten.

 

 

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