Kopfschmerz oder Migräne?

 

Statistiken haben ergeben, dass über die Hälfte der Deutschen mehr oder weniger regelmäßig unter heftigen Schmerzen im Kopf leidet. Doch ob es sich dabei nur um einen einfachen Kopfschmerz oder um eine Migräne handelt, ist oftmals unbekannt. Dabei kann dieses Wissen helfen, durch die Umstellung der Lebensumstände, eine drohende Migräne gar nicht erst entstehen zu lassen.

Der Unterschied zwischen Kopfschmerz und Migräne

Vereinfacht gesagt kann man Schmerzen im Kopf in 3 Gruppen einteilen:

– den Spannungskopfschmerz
– den Clusterkopfschmerz
– die Migräne

Bei dem einfachen Kopfschmerz, oder Spannungskopfschmerz, handelt es sich meist um einen spontan auftretenden Schmerz, der zumeist über den ganzen Kopf verteilt ist. Die Schmerzintensität ist nicht so stark wie bei den beiden anderen Varianten, auch wenn der Betroffene das natürlich im Moment des Schmerzes anders empfinden kann. Die Dauer des Spannungskopfschmerzes ist sehr unterschiedlich und kann zwischen ein paar Stunden bis hin zu mehreren Tagen oder Wochen dauern.

Der Clusterkopfschmerz hingegen tritt meist nur sehr kurze Zeit auf und äußert sich in regelmäßigen Attacken. Wegen des recht intensiven Schmerzes ist er sehr gefürchtet. Der Schmerz tritt meist im vorderen Bereich des Kopfes aus, oftmals hinter einem Auge und ist stets einseitig.

Bei der Migräne handelt es sich um Kopfschmerzen, die sich sehr unterschiedlich äußern kann. Sowohl in der Intensität, als auch in der Länge oder der betroffenen Region. Oftmals kommt es im Vorfeld zu bestimmten Anzeichen, die eine Migräne ankündigen. Diese können sich äußern in:

– einer Vorphase, die sich bereits Tage vorher ankündigen kann und durch starke Stimmungsschwankungen und erhöhter Gereiztheit einhergehen können.
– einer sogenannten Auraphase direkt vor dem Migräneanfall, die sich durch starke Lichtempfindlichkeit und/oder Empfindlichkeit gegen Geräusche bis hin zu Lähmungen oder vorübergehend neurologischen Ausfällen bemerkbar machen. Manche Patienten sehen Lichtblitze oder veränderte Farben.
– der eigentlichen Migränephase, oftmals begleitet mit Schwindelgefühl, Übelkeit und Erbrechen. Migräne ist in den meisten Fällen ein sehr intensiver Schmerz, der sich auf eine Kopfseite beschränkt, jedoch im Laufe des Anfalles diese auch wechseln kann. Die Migränephase selbst kann über Stunden oder Tage anhalten.
– die Rückbildungsphase, bei der die Betroffenen ein langsames Abklingen der Symptome feststellen können. Die Patienten sind meist müde und gereizt und benötigen weiterhin Ruhe, bis der Migräneanfall vorüber ist.

Eine Migräne verhindern

Close up of man with headache touching forehead

Wer an einer echten Migräne leidet, kann die Anfälle oftmals durch die Umstellung der Lebensbedingungen effektiv abschwächen beziehungsweise ganz verhindern. Denn die Anfälle werden meist durch einen bestimmten Auslöser aktiviert. Für Migränepatienten ist es daher umso wichtiger, diese zu kennen. Viele Betroffene trinken zu wenig oder vertragen bestimmte Lebensmittel nicht. Das kann Schokolade, Wurst oder Rotwein sein. Aber auch dauerhafter Stress, Schlaflosigkeit oder eine, meist altersbedingte, hormonelle Umstellung kann eine Migräne auslösen.

Jeder Betroffene hat seinen ganz persönlichen Auslöser, auch Triggerfaktor genannt. Die Herausforderung besteht darin, diesen zu analysieren. Das Führen eines genauen Tagebuches kann dabei gute Dienste leisten.

Fazit

Wer in regelmäßigen Abständen an starken Kopfschmerzen mit den oben beschriebenen Symptomen leidet, sollte einen Facharzt aufsuchen. Nur dieser kann eine sichere Diagnose erstellen, sodass die Behandlung Erfolg verspricht. Sind die auslösenden Faktoren bekannt, sollten diese natürlich vermeiden werden. Ein geregelter Lebensablauf mit genügend Ruhepausen und einer gesunden Ernährung kann viel dazu beitragen, Migräneattacken zu vermeiden. Neben der Behandlung eines akuten Migräneanfalls können jedoch auch eine medikamentöse Migräneprophylaxe oder bestimmte Selbsthilfemaßnahmen einen bevorstehenden Migräneanfall verhindern oder abschwächen. Denn einer schmerzhaften Migräne muss man nicht hilflos gegenüberstehen.

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